Versetzen Sie sich mal nach Neandertal. Sie sitzen da in ihrer Höhle ums Lagerfeuer herum und sagen die allerersten Worte der Menschheit:
„Liebling, kannst Du mir bitte mal das Salz rüberreichen, meinem Mammutschnitzel fehlt noch ein wenig Würze!“

 

Und die versammelte Sippschaft glotzt Sie mit großen Fragezeichenaugen an, denn niemand hat jemals zuvor Worte gehört. Bisher haben Uggh und Aarrgh für die tägliche Kommunikation ausgereicht und jetzt plötzlich Liebling, Salz, Mammutschnitzel? Da ist die Verwirrung groß. Und zu was? Zu recht!

 

Aber schon nach kurzer Zeit merkt ihre Sippe, wie praktisch das ist, die Dinge beim Namen nennen zu können: Keule, Muschelgeld, Säbelzahnmurmeltier! Denn das Leben geht weiter und mit jeder neuen Entdeckung und Erfindung wächst auch der Bedarf an Wörtern. Und auch beim urzeitlichen Patentamt kam es schon unglaublich gut rüber, wenn man sagen konnte:

„Das Ding hab ich erfunden. Ich nenne es: Rad!“

 

Zigzehntausend Jahre später kommt uns das alles so selbstverständlich vor, denn unser modernes Leben ist nicht nur voller Dinge, Vorgänge und Gefühle, die wir inzwischen erfunden haben, sondern voller schöner Bücher, in denen man nachschlagen kann, wie das alles schon früher so hieß. Wahrscheinlich weil es immer schon so hieß. Haben auch die Gebrüder Grimm gesagt.

 

Aber wie bereits erwähnt: Lebbe gäht weida! Immer noch! Jeden Tag neue Entdeckungen und Erfindungen. Und schwer auszudrückende Gefühle. Auch morgen wieder! Da werden dringend neue Worte gebraucht. Worte wie Apokapitalypse, Hustergehege, Petbull, Barbiepuppenfehlpressung, Sadomina oder Vögelscheuche.

 

Wäre es nicht wunderbar, ja geradezu hinreißend nützlich, wenn Sie da ein Wörterbuch zur Hand hätten, das Ihnen neue Worte in den Mund legt; für Dinge, von denen Sie noch gar nicht wussten, dass es dafür schon Fachausdrücke gibt? Zugegeben, bei Ihrer nächsten offiziellen Scrabble-Meisterschaft wird Ihnen dieses experimentelle Wörterbuch für Wortwitzbolde und Sprachschatzräuber wahrscheinlich nicht sehr nützlich sein, aber für Ihre zukünftige Karriere als Liebhaber der Vokabulartistik ist es unverzichtbar.

Wir wünschen viel Vergnügen.Und zwar ab Mitte März 2016

 

128 Seiten, Hardcover 

Langenscheidt

ISBN 978-3-468-73905-7

 

beim Hessenslam im Staatstheater Darmstadt
beim Hessenslam im Staatstheater Darmstadt

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